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Jobrad

RATHGEBER als Rad-Geber

Der Firmenwagen galt lange als Statussymbol. Doch immer mehr Berufstätige satteln auf ein Dienstfahrrad um. Auch bei der RATHGEBER-Gruppe wird das Jobrad gefördert. Mit Erfolg.

Der Begriff ist einfach zu schön. Behördensprech, wie es ihn so fast nur im Deutschen gibt: "Betriebliches Mobilitätsmanagement". Zum Glück gibt es die Abkürzung "BMM", die wir im Folgenden verwenden können. Doch hinter dem trockenen Wortungetüm verbirgt sich ein cleveres Projekt, das speziell bei RATHGEBER einen sehr erfolgreichen Start hingelegt hat. Insgesamt sechs Kollegen arbeiten daran, die CO2-Bilanz des Unternehmens auch beim Verkehr zu verbessern.

Ein wichtiger Baustein dabei ist das Jobrad, das RATHGEBER seinen Mitarbeitern anbietet. Wie beim Dienstwagen wird hier ein hochwertiges Fahrrad geleast. Per Gehaltsumwandlung nutzen die Mitarbeiter dabei Steuervorteile und am Ende der Laufzeit günstige Kaufoptionen. Zwischen 20 und 40 Prozent lassen sich so im Vergleich zum Preis bei einem Barkauf sparen.

"Das hat voll eingeschlagen, wir sind total zufrieden", sagt Verena Mittelstaedt, die das BMM-Team leitet. Das Programm soll nicht nur Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter unterstützen, es schont auch die Umwelt, indem Autofahrten vermieden werden.

"Man hinterfragt viel mehr, ob man das Auto für den Weg zur Arbeit wirklich braucht – und entscheidet sich immer häufiger fürs Rad."

Mit der Werbetrommel in der Kantine

Ein Selbstläufer war das Programm nicht gleich zu Beginn. "Da ging viel über den persönlichen Kontakt," erinnert sich Verena Mittelstaedt an die ersten Wochen, in denen in der Kantine und auf dem Flur die Werbetrommel gerührt wurde. Mittlerweile aber steigt die Nachfrage. Rund 20 Kollegen werden bis Ende des Sommers dabei sein, glaubt Verena Mittelstaedt. Sie selber hat sich ein hochwertiges Pedelec der Marke Scott angeschafft. Jetzt fährt sie zunehmend mehr Fahrrad. "Man hinterfragt sich viel mehr, ob man das Auto für die Fahrt zur Arbeit wirklich braucht," schildert sie ihre Erfahrung. "Das haben sich viele Kollegen vor Kurzem noch nicht vorstellen können."

Für die Radfahrer wurde bei RATHGEBER auch in neue Infrastruktur investiert. Ein Stellplatz in der Tiefgarage sind mittlerweile 15 Fahrradständern gewichen, es gibt eine Dusche sowie einen Trockenraum für Fahrradbekleidung. Zusätzlich übernimmt die Firma die Versicherungsbeiträge für die Laufzeit des Leasingvertrags.

Obwohl der Leasingvertrag über den Arbeitgeber läuft – natürlich können die RATHGEBER-Mitarbeiter das Jobrad auch privat nutzen. Der Clou: Das Angebot gilt auch für den Partner. Bei welchem Händler eingekauft wird, ist dabei gleich. "Wichtig ist nur, dass der Shop bei Jobrad gelistet ist", erklärt Verena Mittelstaedt. Das sei aber eine Sache, die ganz einfach umzusetzen sei.