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Plagiate

Eine sichere Sache

SARD und RATHGEBER machen Produkte fälschungssicher. Die Benchmark ist das “All-in-Label“, die sicherste Kennzeichnung aller Zeiten und der Alptraum jedes Produktpiraten.

Wenn es der Wissenschaft dient, greift Dieter Ebert auch mal zur Zigarette. Der CTO der Swiss Authentication Research and Development AG (SARD) taucht die Spitze eines Glimmstängels in ein unscheinbares weißes Pulver, lässt sich Feuer geben und zieht.

Die Substanz sieht aus wie feiner Puderzucker und ist Eberts Erfindung. Es besteht aus dotierten Lanthanoiden, Leuchtstoffen und anderen chemischen Substanzen und ist der entscheidende Part in einem absolut fälschungssicheren System zur Markierung zum Beispiel von Maschinen, Medizintechnik, Luxusartikeln oder Dokumenten.

Diese SARD-Substanz wird mit einem speziellen Laser-Detektor angeregt. Trifft dessen gebündeltes Licht auf die Substanz, emittiert diese ein einzigartiges Spektrum. Die Messdiode des Detektors erkennt das Spektrum und ordnet es zu. Dabei lässt sich das Pulver so mischen, dass für jeden Kunden ein spezifisches Emissionsspektrum entsteht, einzigartig wie ein Fingerabdruck. Diese Technik wird bei RATHGEBER nicht nur genutzt, sondern in enger Partnerschaft mit SARD aktiv vorangetrieben. Durch die Zusammenarbeit mit den Schweizer Experten können nahezu alle Produktvarianten aus dem RATHGEBER-Portfolio fälschungssicher ausgestattet werden.

Die Zigarette brennt nun schon eine Weile. Ebert lässt die Asche in einen Aschenbescher fallen. Bis zu 800 Grad heiß wird die Glut an der Spitze. Das Pulver ist in der Asche nicht mehr zu sehen, war ohnehin nicht viel. Ebert nimmt den Kopf des eigens entwickelten Detektors und führt ihn an die Tabakreste. Ein kleiner intensiver Lichtfleck erscheint auf der Asche, wechselt kurz die Farbe, und nur einen Augenblick später zeigt das Gerät auf einem kleinen Bildschirm, dass es das Emissionsspektrum des Pulvers entschlüsselt und einem speziellen Code zugeordnet hat. "Unsere Substanz ist bis 2.000 Grad Celsius hitzebeständig", erklärt Dieter Ebert nicht ohne Stolz. Außerdem sei sie absolut unempfindlich gegen Säuren und Basen, immun gegen mechanische Einwirkungen oder Strahlung. Und sie reagiere nicht mit anderen Stoffen. Fast unzerstörbar und nicht zu fälschen – ein Alptraum für jeden Produktpiraten.

"SARD ist vielseitig einsetzbar. Ob Sie nur einzelne Teile markieren wollen oder das ganze Material, spielt keine Rolle."

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Stefan Büchner

+49 89 61 30 07 59 s.buechner@rathgeber.eu

Dass hier Handlungsbedarf besteht, zeigt eine Studie der Unternehmensberartung Ernst & Young vom Dezember 2015: Allein deutsche Unternehmen erleiden demnach durch Plagiate jährlich einen Schaden von geschätzt etwa 56 Milliarden Euro. Weltweit beläuft sich die Summe auf rund 700 Milliarden US-Dollar.

Hier kann SARD mit seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten Abhilfe schaffen. So verwendet die Schweizer Modemarke Unisono ein Etikett mit SARD, um sich vor Fälschungen zu schützen. Das Nonplusultra in Sachen Fälschungssicherheit aber hat die SARD AG in Kooperation mit RATHGEBER entwickelt. Beim sogenannten All-in-Label werden gleich vier Techniken kombiniert: eine Tiefeneffektfolie, ein kryptografisch verschlüsselter NFC-Chip mit eigener ID und eine fortlaufende Seriennummer. Über eine speziell entwickelte Lackschicht wird bei RATHGEBER zusätzlich die SARD-Substanz in das Label eingearbeitet.

"Schon die Tiefeneffektfolie von RATHGEBER ist eigentlich fälschungssicher", erklärt Dieter Ebert. "Der NFC-Chip hat eine eigene ID, und die Seriennummer gibt zusätzlich Sicherheit. Sollte es zu einer Beschädigung des Labels kommen, speichert ein winziges GPS-Modul den Ort des Geschehens. Und wer es je so weit schaffen sollte, beißt sich an der SARD-Substanz die Zähne aus." Selbst über das sogenannte Re-Engineering sei es schlicht unmöglich, auf das jeweilige Emissionsspektrum zu schließen, erklärt Ebert.

So erfüllt das All-in-Label gleich fünf Funktionen: Es ist auf den ersten Blick erkennbar, der Kunde kann es nachverfolgen und eigene Informationen einbauen, es trägt eine Seriennummer und verfügt über eine absolut sichere Authentifizierung. Und das gerichtsfest: Plagiate und Fälschungen können zum Beispiel auf Messen oder im Handel binnen Sekunden erkannt werden.

Ein weiterer Vorteil von SARD: Das System funktioniert schon bei kleinsten Dosierungen und ist ausgesprochen günstig. Ob wie bei RATHGEBER in Farben, Tonern oder Lacken oder in anderen Stoffen: 50 bis etwa tausend ppm – also Parts per Million – reichen aus, um ein Produkt unverwechselbar zu machen. "Ob dabei nur einzelne Teile markiert werden oder das ganze Material, spielt keine Rolle", erklärt Dieter Ebert.

Mehr Informationen zu SARD finden Sie hier.